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Analyse

Bei innovativen Planungen zur Lackiertechnik stehen Ökonomie und Qualität im Vordergrund. Der Umweltgedanke kann die Handlungsbereitschaft bisher nicht initiieren. Der Inhalt der VOC-Richtlinie ist in der Regel nicht bekannt. Grundgedanke soll sein, Maßnahmen für den Umweltschutz vorzuschlagen, die zugleich einen ökonomischen Anreiz bieten.

Das Ziel besteht darin, bei nicht nach BImSchG genehmigungspflichtigen Lackieranlagen noch vor Inkrafttreten der Lösemittel-Richtlinie deutliche Emissions- und Abfallreduzierungen zu erreichen und modellhafte Problemlösungen generell für die Zukunft einzuführen. Dabei wird eine Vorgehensweise gewählt, mit der bei den KLEINEN UND MITTLEREN UNTERNEHMEN (KMU) eine wirtschaftliche Akzeptanz von Umweltschutzmaßnahmen geschaffen wird. Diese Akzeptanz wird erwartet

Technologisch:
Wenn es sich um produktionsintegrierte Maßnahmen handelt, d.h. das technische Konzept muss eine deutliche Steigerung des Lackierprozess-Wirkungsgrades mit sich bringen, ohne Beeinträchtigung, eher Verbesserung, der Beschichtungsqualität. Dies erfordert eine ganzheitliche Betrachtung der betrieblichen Situation.

Wirtschaftlich:
Wenn eine Beratung bzw. die Analyse und Ausarbeitung der Maßnahmen ohne eigenen finanziellen Aufwand, d. h. finanziert mit staatlichen Fördermitteln, mit externer Sachkompetenz erfolgt. Es fallen keine finanziellen Vorleistungen in der Beratungs- und Planungsphase an. Mit der Aussicht auf spätere Kosteneinsparungen und einer akzeptablen Amortisation der Investitionen werden sich mit eigenem Engagement die vorgeschlagenen Maßnahmen durchsetzen.

Musterbeispiel
Die Firma ist ein mittelständischer Betrieb, der Küchen herstellt. Die vorgefertigt und grundiert angelieferten Teile werden auf Lösemittelbasis lackiert (Beize, Grundierung, Decklack) und anschließend zu Küchen montiert. Die Küchen sind hochwertig, einen entsprechend hohen Stellenwert nimmt auch die Lackierung ein. Die Küchenteile werden in einer Lackierstraße manuell gespritzt oder je nach Anforderung (staubfrei, große Teile, Auftrag von Strukturlack) an verschiedenen Spritzständen oder einem Flächenautomat (Roboter mit Lichtschranke) lackiert.

Die Aufnahme der Eingangsstoffströme (Input) und deren Kosten werden einzelhaft in einer Berechnungsmatrix erfasst und haben in unserem Musterbeispiel ergeben, dass der Betrieb mit einem

Lösemittelverbrauch > 15 t/a

unter die Anforderungen der 31. BImSchV (Deutsche Lösemittelverordnung) fällt:

Mengen- und Kostengerüst / Grafiken (Musterbetrieb)


Die Lösemittelbilanz ist erforderlich, um zu prüfen, ob die

· Schwellenwerte der Verordnung überschritten werden
· Grenzwerte für die diffusen Emissionen und
· Grenzwerte für die Gesamtemissionen eingehalten werden
· Anforderungen an einen Reduzierungsplan erfüllt werden

mindestens 1 x pro Jahr von einem Sachkundigen (nach Anhang V) aufzustellen

in einem Bericht zu erstellen, drei Jahre lang aufbewahren und der Behörde auf Verlangen vorzulegen.

Lösemittelbilanz nach der 31. BImSchV (Musterbetrieb)


.....und wo stehen Sie gegenüber den Anforderungen der 31. BImSchV?

Eigenberechnung der betrieblichen Schwellenwerte für die 31. BImSchV / Grafiken


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